»Eine Szene aus einem Road-Movie: Bilder vorbeiziehender Landschaften. Dann schließlich die Aufnahme der jungen Frau. Sie weiß nicht mal selbst, ob sie die Heldin dieser Story ist, sie irrt auf einem Schneemobil durch die Kälte und sie denkt: Bergab, ich muss einfach nur bergab. Wie schnell schaffe ich es weg von dieser Horror-Hütte?« Einsam steht die Berghütte inmitten schneebedeckter Wälder und Hänge. Nach und nach kommen sie an, diese Familienmitglieder, die nicht mehr viel eint, außer der Wille, nun Abschied zu nehmen von der verstorbenen Großmutter. Ein letzter Brief offenbart jedoch einen historischen Schatz, der zum schillernden Symbol für das Schicksal dieser Familie wird und sie nun wieder zusammenbringt in der Frage: Gibt es ein Entkommen aus der (eigenen) Geschichte? Und welche Verantwortung tragen wir mit einem Erbe der Gewalt? Nach »Die ersten hundert Tage« ist »Gewalt erben« bereits die zweite Uraufführung von Lars Werner am Deutschen Theater Göttingen. Mit diesem Stück schafft er nun einen so humorvollen wie spannenden Familien-Thriller, der das Publikum mitnimmt auf eine Reise durch die neuere deutsche Geschichte und in die Abgründe eines düsteren Familiengeheimnisses.
Pressestimmen
»Mit »Gewalt erben« gelingt dem DT ein fesselnder Theaterabend, der Thriller, Familiendrama und schwarzen Humor gekonnt miteinander verbindet. Regisseur Michael Letmathe hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht und lässt das Publikum immer wieder zwischen Lachen und Unbehagen schwanken.«
Keanu Demuth, Kulturbüro, 16.3.2026
»Der bitterböse Humor, mit dem Werner die Familie zerlegt, macht Spaß.«
Jens Fischer, TAZ, 16.3.2026
»So erzeugen Bühnenbild und Kostüme eine kaum auszuhaltende Spannung zwischen äußerer Idylle und familiärer Eskalation. Der Regisseur Michael Lethmathe und die Dramaturgin Theresa Leopold erreichen mit der Diskrepanz zwischen ästhetischer Unschuld und inhaltlicher Brutalität größte Wirkung des Stücks.«
Felicitas Klingler, Scharfer Blick, 24.3.2026
»In der perfekt konstruierten Familienwelt bewegt sich das Ensemble feinfühlig zwischen Humor und Tiefgründigkeit und lässt alle Emotionen, Verletzungen und Zerrissenheit der Charaktere sichtbar werden, sodass ein intensives Erlebnis über die Theaterbühne hinaus entsteht.«
Sarah Semmelroggen-Tumm, Scharfer Blick, 24.3.2026