Otfried Preußler, der 1923 im nordböhmischen Reichenberg geborene und 2013 in Prien am Chiemsee gestorbene Preußler ist einer der wichtigsten Kinder- und Jugendbuchautor*innen. Nach dem Krieg, in dem er Soldat war und nach fünf Jahren in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, kam er nach Oberbayern. Dort arbeitete er zunächst als Lehrer an einer Volksschule, bevor er Schriftsteller wurde und neben »Krabat« Bücher wie »Der kleine Wassermann« oder »Der Räuber Hotzenplotz« geschrieben hat.
Elf Raben erscheinen dem Betteljungen Krabat im Traum und sie raten ihm, zur alten Mühle am Schwarzen Wasser zu gehen. Nacht für Nacht kommen sie wieder und schließlich zieht Krabat los und findet sich in der Mühle ein. Hier begrüßen ihn der Meister und seine elf Schüler*innen, die Krabat gerufen haben, um das Dutzend voll zu machen. Gern willigt er ein! Denn es gibt hier Arbeit, Unterkunft, Essen und eine Gemeinschaft. So halten sie die Mühle am Laufen und werden vom Meister in der Kunst der Künste unterrichtet. Sie lernen dabei nicht nur das Zaubern, sondern auch, was Macht bedeutet und wie das System aus Untertänigkeit und Herrschaft funktioniert. Jahr für Jahr wird geprüft und es muss sich erweisen, wer bleibt, wer aufsteigt und wer mit dem Leben bezahlen muss. Und es reift bei Krabat der Wunsch, mit Hilfe von Freundschaft und Liebe nicht nur aus dem System auszusteigen, sondern es sogar zu besiegen. Seit 1971 ist »Krabat« ein Roman für Junge und Alte, der über die Verführung von Macht, dem Wunsch nach Anerkennung und der Kraft des Widerstands erzählt und in seiner Aktualität nichts verloren hat. Er wurde mit dem Europäischen, Deutschen, Niederländischen und Polnischen Jugendbuchpreis ausgezeichnet und in bislang 35 Sprachen übersetzt.
Trailer »Krabat«
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Pressestimmen
»Charlotte Wollrad, Stella Maria Köb und Daniel Mühe beeindrucken mit ihrer schauspielerischen Leistung gleichermaßen. Bemerkenswert ist der Wechsel zwischen den Spielszenen und erzählenden Passagen, der stimmig wirkt und den Handlungsfluss nicht beeinträchtigt. Durch ihr dynamisches Zusammenspiel erzeugen sie eine spürbare Lebendigkeit auf der Bühne.«<br />
Anjuschka Zahn, Kulturbüro 22.11.2025
»Bühnenbildnerin Ariella Karatolou hat für die Geschichte eine geradezu monumentale Szenerie geschaffen.«
Peter Krüger-Lenz, GT 22.11.2025
»Für ihr Wechselspiel tragen alle drei eine Art grau-weiß changierender Müllerkleidung und gleichmachende Frisuren im selben Farbmuster. Unterstützend wirkt sehr atmosphärisches Licht, das mal den Nachthimmel mit wandernden Sternen zeigt, dann – so wie die Stimmung des Meisters - mit einem Schlag wechselt.«
Ute Lawrenz, HNA, 23.11.2025